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Aktuelle Ausgabe der @rzneimittelnews (15.10.2017)

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11. Juni 2017, Med-News - @rzneimittelnews.de

Große Datenbank-Analyse: NSAID erhöhen Herzinfarktrisiko schon in der ersten Woche

Eine große Metaanalyse hat es jetzt erneut bestätigt: Die Einnahmen von nicht steroidalen Antiphlogistika (NSAID) ist dosisabhängig mit einem signifikant erhöhten Herzinfarktrisiko verbunden – und das bereits in der ersten Therapiewoche.

Für die Metaanalyse wählten kanadische Wissenschaftler die allgemeine digitale Versicherungsdatenbank in Quebec, eine populationsbasierte Fall-Kontroll-Studie aus Finnland sowie zwei "Nested Case Control Studies" aus Großbritannien und Kanada. Die gepoolten Daten umfassten 61.460 Fälle von Herzinfarkten und 385.303 Kontrollen bei insgesamt 446.763 Individuen. Bei den analysierten NSAID handelte es sich um Celecoxib, die 3 wichtigsten klassischen NSAID Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen.

Insgesamt lag bei aktuellem NSAID-Gebrauch die Zunahme des Infarktrisikos gegenüber keinem Gebrauch bei 20 bis 50%. Diese signifikante Erhöhung des Infarktrisikos zeigte sich bei den klassischen NSAID Ibuprofen (OR 1,50) Diclofenac (OR 1,48) und auch Naproxen (OR 1,53), das als eines der sichersten Vertreter der Klasse gilt. Das Risiko für Celecoxib (OR 1,24) war nicht größer als das der klassischen NSAID. Die Risikoerhöhung zeigte sich bereits in der ersten Therapiewoche, was die Autoren eher nicht erwartet hatten.

Höhere Dosen waren auch mit einem erhöhten Infarktrisiko assoziiert. Die Einnahme einer hohen Dosis über 8 bis 30 Tage war besonders nachteilig für Ibuprofen (> 1.200 mg/d), Naproxen (> 750 mg/d). Eine darüber hinausgehende Behandlungsdauer schien mit keiner weiteren Zunahme des Risikos in Zusammenhang zu stehen – das Risiko nahm aber auch nicht ab.

Für die meisten Patienten sei das Risiko jedoch sehr gering. Mittelt man Personen mit verschiedenen kardialen Risiken, liegt das spezifische Risiko durch eine NSAID-Einnahme bei lediglich 1% pro Jahr. Auf 100 Personen, die kontinuierlich über ein Jahr behandelt werden, kommt somit ein zusätzlicher Herzanfall.

Trotzdem sollten Ärzte nicht nur die kleinstmögliche NSAID-Dosierungen für den kürzest möglichen Zeitraum verordnen, sondern ihre Patienten auch über ihre kardialen Risiken aufklären, empfehlen die Autoren.

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Neueinführungen

Telotristat
Xermelo® gegen Karzinoid-Syndrom-bedingte Diarrhö

Ab Mitte Oktober ist mit Xermelo® von Ipsen Pharma das erste Arzneimittel zur Behandlung der Karzinoid-Syndrom-bedingten Diarrhö auf dem Markt. Xermelo® ist in Kombination mit einer Somatostatin-Analogon (SSA)-Therapie bei Erwachsenen mit unzureichender Kontrolle unter alleiniger SSA-Behandlung indiziert. Unter dem Karzinoid-Syndrom versteht man eine Vielzahl an Symptomen, welche durch eine vermehrte Serotonin-Ausschüttung im Gastrointestinaltrakt (GIT) aufgrund von neuroendokrinen Tumoren verursacht werden.

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Änderungen

Selteneres Eintropfen nach Kataraktoperationen
Nevanac® Augentropfensuspension in neuer Wirkstärke

Die Augentropfensuspension Nevanac® von Novartis Pharma mit dem Wirkstoff Nepafenac war bislang bereits in der Konzentration 1 mg pro ml erhältlich und wurde nun zum 01. Oktober 2017 in einer weiteren Wirkstärke auf den Markt gebracht. 1 ml der neuen Augentropfensuspension enthält 3 mg Nepafenac. Angewendet werden die Augentropfen bei Erwachsenen zur Prophylaxe und Behandlung postoperativer Schmerz- und Entzündungszustände bei Kataraktoperationen sowie zur Verminderung des Risikos postoperativer Makulaödeme, die bei Diabetikern nach Operationen des grauen Stars auftreten können.

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Pipeline

DNA-basierter Impfstoff
Zika-Impfstoff GLS-5700 erstmals sicher an Menschen getestet

Anfang letzten Jahres erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Cluster von Mikrozephalie und anderen neurologischen Erkrankungen mit einem möglichen Zusammenhang mit Zikavirus-Ausbrüchen zu einer sogenannten "Gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" (PHEIC). Hierbei handelt es sich laut internationalen Gesundheitsvorschriften um ein außergewöhnliches, ernstes Ereignis, welches sich international ausbreitet und somit auch für andere Länder ein Risiko darstellen könnte. Dies rief Maßnahmen in den betroffenen Ländern und international abgestimmte Vorgehensweisen hervor, wie auch die Entwicklung von Impfstoffen gegen das Virus. Hieraus entwickelte sich nun der vielversprechende DNA-Impfstoff-Kandidat GLS-5700, welcher positiv am Menschen getestet wurde.

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Rote - Hand - Briefe

Arzneimittel-Therapie-Sicherheit

Rote-Hand-Brief
Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen unter humanen Epoetinen

Mittels eines Rote-Hand-Briefes möchten alle Zulassungsinhaber von humanen Epoetinen in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über das Risiko von schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (Severe cutaneous adverse reactions; SCARs) informieren. Nach der Markzulassung von Epoetinen (Darbepoetin alfa, Epoetin alfa, Epoetin beta, Epoetin theta, Epoetin zeta und Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta) kam es zu SCARs, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), welche in einigen Fällen tödlich verliefen.

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Chargenrückruf
Rote-Hand-Brief zu Hydrocortison 100-Rotexmedica®

Der pharmazeutische Hersteller Rotexmedica möchte in Abstimmung mit dem Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein im Rahmen eines Rote-Hand-Briefes auf den Rückruf einer Charge Hydrocortison 100-Rotexmedica®, Lyophilisat zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung, hinweisen. Konkret ist das Arzneimittel mit der PZN 03862363, Charge 304473 mit dem Verfall April 2020 betroffen.

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Ärztenetzwerk coliquio - Die medizinische Online-Community

Rote-Hand-Brief zu Adempas® (Riociguat):
Neue Kontraindikation für Patienten mit pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit idiopathischen interstitiellen Pneumonien (PH-IIP)

Die Firmen Bayer AG und MSD Sharp & Dohme GmbH informieren in einem Rote-Hand-Brief zu Adempas® über Zwischenergebnisse der Studie RISE-IIP – in der Patienten ...

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Ärztenetzwerk coliquio - Die medizinische Online-Community
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CredibleMeds®

Welcome to CredibleMeds®

CredibleMeds® drugs lists are free to registered users.

Registration is required so we can notify users when the lists are revised. Use of out-of-date lists can be dangerous.

Internet crediblemeds.org

31. Mai 2016

Ranolazine (Ranexa® or Ranozex®)

Dear Registrant:

The safe use of the CredibleMeds® lists of medications requires that the user have the most up-to-date lists and be aware when changes are made to the lists. Therefore, we wish to inform you of the following changes.

Ranolazine (Ranexa® or Ranozex®), a drug approved for the treatment of angina, is known to prolong the QT interval and in 2006 was placed on the Possible Risk of TdP list. We have found conclusive evidence that ranolazine is associated with reports of torsades de pointes (TdP) ventricular arrhythmia when given to patients with hypokalemia, hypomagnesemia or bradycardia or when taken with other drugs that prolong the QT or drugs that block the metabolic breakdown of ranolazine. For this reason, ranolazine has been moved from the Possible Risk list to the Conditional Risk (CR) of TdP list for these conditions.

Also, because it causes QT prolongation, this drug will remain on the list of Drugs to Avoid (if at all possible) in patients with Congenital Long QT Syndrome. However, it should be noted that, because of another of its pharmacologic actions, it is being evaluated as a potential treatment to prevent arrhythmias in one particular genetic subset of patients with the congenital Long QT syndrome.

Thank you for your interest in CredibleMeds.org.

Sincerely,

Raymond L. Woosley, MD, PhD
Klaus Romero, MS, MD

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Artikel vom 23. Juli 2014

Prof. Dr. med. Bernd Pötzsch:
"Damit das Blut nicht in den Adern stockt ... - Neue orale Antikoagulanzien oder doch Marcumar?"

Im ambulanten Bereich hat die Zahl der verordnungsfähigen Antikoagulanzien zugenommen und wird weiter wachsen. Für den Hausarzt stellt sich dadurch die Frage, welche Kriterien und präparatespezifischen Eigenschaften die Antikoagulanzienauswahl bestimmen können.

Quelle:
MMW - Fortschritte der Medizin

Quellendetails:
Zeitschrift: MMW - Fortschritte der Medizin 2014/9: 48-56
Autor: Prof. Dr. med. Bernd Pötzsch (Universitätsklinikum Bonn)
DOI: 10.1007/s15006-014-2868-2

Artikel:

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